Grundlage der Amtstätigkeit aller Notare (auch der Anwaltsnotare) ist neben der Bundesnotarordnung, dem Beurkundungsgesetz und der Dienstordnung für Notare auch eine Kostenordnung. Diese ist für alle Notare bindend, sodass dieselbe notarielle Dienstleistung überall in Deutschland denselben Preis hat. Die aktuelle Kostenordnung finden Sie hier.

Die Höhe der Notarkosten richtet sich ausschließlich nach Bedeutung und Wert des Geschäfts und nicht nach dem speziellen Arbeitsaufwand des Notars. Für jedes Geschäft sieht die bundesweit einheitliche Kostenordnung einen bestimmten Gebührensatz vor. Dazu ein paar Beispiele: Durch die Beurkundung eines Testaments entstehen bei einem Vermögen von 50.000 Euro Notarkosten von etwa 160 Euro, die Notarkosten beim Kauf einer Eigentumswohnung für 100.000 Euro belaufen sich auf etwa 650 Euro und bei Gründung einer GmbH mit 25.000 € Stammkapital kostet die Dienstleistung einschließlich der Anmeldung zum Handelsregister etwa 470 €. Hinzu kommen gegebenenfalls Gebühren der Gerichte oder Register.

Bei Abschluss eines Vertrags müssen sich die Beteiligten darüber einigen, wer die Notarkosten und Steuern zu tragen hat. Sollte dieser aber nicht zahlen wollen oder können, dann muss allen Beteiligten klar sein, dass der Notar die gesamten Gebühren von jedem Vertragsteil erheben kann, in der Summe allerdings nur einmal.

In jedem Einzelfall ist der Notar bei der Berechnung der Notarkosten strikt und ausschließlich an die Vorschriften der Kostenordnung gebunden. Sollten im Rahmen einer notariellen Kostenrechnung Unklarheiten oder Differenzen auftreten, so steht dem Kostenschuldner die Kostenbeschwerde beim Landgericht zu.

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» Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG)
» Kostenbeschwerde