Rechtsanwälte haben die Aufgabe und das Ziel, ihre Auftraggeber (Mandanten) mit den rechtsstaatlichen Mitteln zu ihrem persönlichen Recht im Streitfall zu verhelfen. Dazu gehört neben den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland inzwischen auch das internationale Recht. Zu diesem Zweck können sie jedermann beraten und vertreten, wenn sie nicht zuvor in derselben Angelegenheit für die Gegenseite in irgend einer Form tätig waren oder andere Vertretungsverbote - z.B. eine zur Neutralität verpflichtende vorherige Tätigkeit als Notar - bestehen.
Bei uns wird im Rahmen der Rechtsberatung jeder Mandant über die generelle Rechtslage, seine Erfolgsaussichten, die Möglichkeiten einer Beweissicherung und die anfallenden Kosten sowie das Kostenrisiko informiert.
Jedermann, ob privat, freiberuflich oder gewerblich tätig, kann sich in jedem Verfahren vor Behörden oder Gerichten (außer in Zivilsachen beim Bundesgerichtshof) durch uns vertreten lassen. In einem Strafprozess oder einem Bußgeldverfahren werden wir als Verteidiger für Sie tätig. Im Zivilprozess besteht bei den Landgerichten, Oberlandesgerichten und dem Bundesgerichtshof die Verpflichtung, sich vor Gericht durch einen Rechtsanwalt vertreten zu lassen. Ausnahmsweise gilt dieser Anwaltszwang auch vor den Amtsgerichten als Familiengerichten in Ehesachen und bestimmten Familienstreitsachen.

 

Das zum 1. Juli 2008 in Kraft getretene Rechtsdienstleistungsgesetz löste das bis dahin geltende Rechtsberatungsgesetz ab. Die außergerichtliche Rechtsberatung ist nunmehr zwar in größerem Umfang für Nicht-Anwälte geöffnet worden, für fundierte und abgesicherte Aussagen sollte aber jeder Rechtssuchende zu seiner eigenen Sicherheit einen Fachmann beauftragen. Für den Kernbereich rechtlicher Dienstleistungen, d.h. vor allem die Vertretung vor Gericht, gilt das Anwaltsmonopol im Wesentlichen ohnehin weiter.